Aussenhaltung von Kaninchen und Meerschweinchen

Aussenhaltung von Kaninchen und Meerschweinchen

In den warmen, sonnigen Tagen geht es für viele Kaninchen und Meerschweinchen wieder nach draussen. Wir erklären dir, was es bei der Aussenhaltung deiner Nager alles zu beachten gilt, unter anderem hinsichtlich Sicherheit.

Grundsätzlich können Meerschweinchen und Kaninchen das ganze Jahr über draussen gehalten werden. Dabei ist es wichtig, dass die Tiere Zugang zu einem gut isolierten und geräumigen Stall oder Kleintierhaus haben. Schutzhüllen sorgen dabei für zusätzliche Wärmeisolation. Achte dabei darauf, dass der Unterschlupf möglichst windgeschützt ist und an einem schattigen Plätzchen steht. Gerade an warmen Tagen können auch Nager Kreislaufprobleme oder einen Hitzschlag bekommen.

Schaffe ein sicheres Freilaufgehege

Wenn es in den sommerlichen Monaten für deine Kaninchen und Meerschweinchen vermehrt nach draussen geht, gibt es bei der Aussenhaltung so einiges zu beachten – vor allem zum Schutz deiner Kleintiere:

  • Schattenplätze sind wichtig: Mithilfe von Bäumen, Sträuchern oder Kübelpflanzen schaffst du Schattenplätze. Achte aber darauf, dass die Pflanzen im Gehege für deine Tiere geeignet sind: Haselnuss , Obststräucher, Obstbäume etc. Oft kannst du passend zum Freilaufgehege auch gleich einen Sonnenschutz oder Windschutz mitkaufen. Wovon wir dir abraten, ist das Überspannen des Geheges mit dicken Wolldecken oder «Blachen» – diese sorgen dafür, dass sich die Hitze anstaut. Greife besser auf helle Tücher zurück, um eine gute Luftzirkulation zu schaffen.
  • Sicherheit von oben: Bei der Balkonhaltung sorgen fixfertige Freilaufgehege oder Bretter dafür, dass deine Hasen oder Meerschweinchen nicht abstürzen können. Zudem sollen Freilaufgehege, egal ob im Freien oder auf dem Balkon, auch von oben her geschützt werden, bspw. mit einem Netz. So bleibt Katzen und Raubvögeln der Zugang verwehrt und die Kleintiere können das Gitter zudem nicht überspringen.
  • Sicherheit von unten: Nager lieben es zu buddeln. Als Sicherheit gibt es Freilaufgehege mit Ausbruchschutz. Zudem kannst du vorbeugend eine Buddellandschaft in der Mitte des Geheges anbieten oder beim Zaunrand Gartenplatten verlegen.
  • Schaffe Rückzugsmöglichkeiten: Schaffe mithilfe des Stalls bzw. des Kleintierhauses, weiteren kleinen Häusern sowie Höhlen und Tunneln Orte der Ruhe.
  • Sorge für Unterhaltung: Bringe Abwechslung ins Gehege. Ob fixfertige Produkte, Eigenbauten oder Sachen aus der Natur – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Kleintiere an die Aussenhaltung gewöhnen

Falls deine Kaninchen oder Meerschweinchen noch nicht ans Freie gewöhnt sind, empfehlen wir, diese schrittweise damit zu konfrontieren. Ob Balkon oder offener Garten, am Besten beginnst du bei wärmeren Temperaturen. Bringe die Nager stundenweise nach draussen. Zudem kannst du deine Kleintiere bereits vorab an frisches Gras und Kräuter gewöhnen. So ist die Umstellung nach draussen nicht zu abrupt und du vermeidest zudem gesundheitliche Probleme.

Sollte ich Meerschweichen und Kaninchen zusammen halten?

Die beiden Kleintiere sind zwar sehr ähnlich, haben aber auch wesentliche Unterschiede. Meerschweinchen und Kaninchen haben einerseits einen anderen Tagesryhtmus: Kaninchen sind dämmerungsaktiv, Meerschweinchen hingegen tagaktiv. Andererseits ist deren Körpersprache nicht identisch: Gesenkter Kopf und angelegt Ohren sind beim Kaninchen eine freundliche Geste, beim Meerschweinchen ist es eine Drohhaltung. So gesehen, gehören sie in getrennte Bereiche. Willst du diese trotzdem zusammen halten, empfehlen wir verschiedene Rückzugsbereiche für beide sowie eine angemessene Anzahl an Artgenossen.

Weitere Tipps zur artgerechten Haltung von Kaninchen findest du hier.
Nun steht einem Gang nach draussen nichts mehr im Wege!

via giphy.com

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