BARF: Fleisch und Knochen – was darf in den Napf?

BARF: Fleisch und Knochen – was darf in den Napf?

Eine ausgewogene BARF-Ernährung ist essentiell, damit dein Hund alle Körperfunktionen erfüllen kann und gesund bleibt. Frisches Fleisch steht dabei an erster Stelle. Was in Sachen Fleisch und Knochen in den Napf darf, erfährst du in diesem Beitrag.

Fleisch sollte die Hauptkomponente der Ernährung deines Hundes sein. Rund 70% der Mahlzeiten sollten aus Fleisch, Knochen, Knorpel und Fisch bestehen. Um nämlich den Nährstoffbedarf deines Hundes sauber abdecken zu können, müssen 20% der täglichen Futterration aus reinem Eiweiss bestehen. Rohes Fleisch enthält in etwa diesen Prozentsatz. Füttern kannst du das Fleisch am Stück oder indem du es vorher durch den Fleischwolf drehst.
Der Mineralstoffbedarf deines Hundes wird mit der Zugabe von Knochen und Knorpeln abgedeckt.

Hier eine Übersicht der geeigneten Fleisch-, Fisch- und Knochensorten:

Schmackhafte Knochen

  • Weiche Knochen vom Kalb oder jungem Geflügel kann dein Hund komplett fressen.
  • Harte Markknochen können nur abgenagt werden. Sobald das Kaumark ausgeleckt ist, solltest du bei Kauanfängern das Weiternagen beaufsichtigen. Achte darauf, dass sich der ausgehölte Knochen nicht über Zunge oder Unterkiefer stülpt. Das kann für deinen Hund sehr schmerzhaft sein.
  • Kalbsschwanz können bereits junge Hunde verzehren, Herausforderungen wie dem Ochsenschwanz hingegen sind ihre Kiefer und Zähne noch nicht gewachsen und sind für erwachsenen Hunde gedacht.

Wertvolle Innereien

Innere Organe solltest du deinem Hund maximal einmal pro Woche füttern, da Leber, Niere, Milz, Lunge und Bauchspeicheldrüse Stoffwechsel- und Entgiftungsorgane sind und sich dort somit Produkte sammeln, die für die Ausscheidung gedacht sind.

    • Herz: phosphatreich, von allen Innereien am wenigsten belastet
    • Lunge: schwer verdaulich, sollten nur in kleinen Mengen gefüttert werden
    • Leber: Lieferant von Vitamin A und B, Kupfer und Eisen
    • Milz: reich an Blutzellen
    • Niere: der hohe Puringehalt kann zu Ablagerungen in den Gelenken führen.
    • Grüner Pansen (Teil des Rindermagens): sehr gesund, enthält alle Nähr-, Mineralstoffe und Vitamine in einem ausgewogenen Verhältnis.
    • Blättermagen (Teil des Rindermagens): weniger fetthaltig als grüner Pansen, geeignet für sättigende, kalorienarme Mahlzeiten.

Beide Teile des Blättermagens sind sehr geruchsintensiv und sollte deshalb am besten draussen verfüttert werden.

2 Golden Retriever am BARF-Fleisch fressen

Geeignete Fleischsorten

  • Huhn: hervorragende Einsteigerfleischsorte, Hühnerrücken sind fleischreich, die Haut enthält viel Fett, Hühnerhälse sind ab Welpenalter geeignet, Flügel und Schenkel solltest du mit einem Hammer zerkleinern
  • Weitere Geflügelsorten wie Ente, Pute, Strauss
  • Rind– und Kalb: sehr nahrhaft, besonders bei empfindlichem Magen gut verträglich
  • Lamm: ideal für Diäten da fett- und cholesterinarm
  • Pferd: ideal bei Futtermittelunverträglichkeiten
  • Wild: vor dem Füttern auf Wurmbefall kontrollieren
  • Kaninchen: leicht verdaulich und mager, neben Huhn und Pute ideal für die Umstellung auf BARF
  • Exoten wie Kamel oder Känguru

Was auf keinen Fall auf den Speiseplan deines Hundes gehört ist Schweinefleisch – auch kein Wildschwein. Roh kann das Fleisch nämlich mit dem Aujeszky-Virus befallen sein. Für den Menschen ungefährlich, kann es beim Hund die „stille Wut“ auslösen. Diese Infektion ist tödlich.

Fisch schmeckt lecker

Fisch ist ein Lieferant der essentiellen Omega-3-Fettsäuren:

  • Fettarm: Rotbarsch, Kabeljau, Scholle
  • Fettreich: Lachs, Hering, Sardine und Makrele
  • Geeignete Süsswasserfische sind Forelle und Karpfen

Hinweis: Fisch kann Parasiten enthalten, die im salzsäurereichen Hundemagen jedoch sofort abgetötet werden und somit kein Problem für deinen Hund darstellen.

Im nächsten Blogbeitrag zum Thema BARF wenden wir uns dem Gemüse und den Früchten zu. Schau also wieder auf unserem Blog vorbei oder abonniere uns auf Facebook oder Instagram um immer auf dem Laufenden zu sein.

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Quelle: Buch «Barf für Hunde»
Bilder: Shutterstock

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